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ST-Blog 09.05.2012: Griechische Verläßlichkeit und Ansätze einer Bodenbildung

Eigentlich wollten wir uns ja nicht mehr zum Thema „Finanzkrise“ äußern, aber der sich verschärfende Ton zwischen Griechenland auf der einen und den Rest-EU-Ländern auf der anderen Seite lässt uns wohl keine andere Wahl.

Denn in Athen herrscht das politische Chaos in Form von Alexis Tsipras, Chef der griechischen Syriza Partei, der vom griechischen Präsidenten den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen hat. Bis Freitag dieser Woche hat Tsipras Zeit eine Koalition aufzustellen, aber Beobachter schätzen seine Erfolgsaussichten als denkbar gering ein. Daher wird es wohl auf Neuwahlen herauslaufen – und genau daran scheint auch Tsipras mit seinen aktuellen Äußerungen schon zu denken.

Denn er bläst medienwirksam und Wahlstimmen-heischend in das beim Wahlvolk angesagte „Fuck-the-EU“-Horn….ach so….weitere Milliardenzahlungen der anderen EU-Länder werden natürlich weiterhin gerne angenommen. Aber eine Gegenleistung dafür erbringen bzw. sich an geschlossene Vereinbarungen zu halten….nein, das wäre dem griechischen Volk ja zu viel abverlangt.

Auch wenn wir kein Freund der Schröder’schen Reformpolitik und der Agenda 2010 waren und sind – eins muss man wohl im Nachhinein neidlos anerkennen: Die schweren Einschnitte auf allen Seiten und von allen Beteiligten haben Deutschland im Weltmarktvergleich auf einen sehr hohen Startplatz gesetzt und hierin ist auch ein wesentlicher Grund zu sehen, warum Deutschland heute in Europa weitaus am besten und stabilsten dasteht.

Nun ja, einschneidende Reformen sind von den Griechen wohl nicht zu erwarten, denn wie Tsipras heute ausführt hat „das griechische Volk bei den Wahlen vergangenen Sonntag die Annullierung des beschlossenen Sparprogrammes beschlossen, und den Parteien, die das Stabilisierungsprogramm unterstützen, nicht die Mehrheit gegeben.“.

Daher hat er heute einen kleinen Brief and die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank verschickt, in dem er das Sparprogramm einseitig für beendet erklärt hat. Gleichzeitig fordert er aber natürlich noch, dass Griechenland von der EU die Schulden ohne jede Gegenleistung erlassen werden sollen und zudem selbstverständlich noch weitere Milliardenzahlungen erwartet werden…..

Weitere 5 Milliarden Euro sind eh gerade schon auf dem Weg nach Griechenland – und eine sinnvolle Verwendung hat Tsipras auch bereits im Hinterkopf: Die Renten sollen wieder steigen und mehr Beamte eingestellt werden. Und die Banken zu verstaatlichen wäre doch eigentlich auch eine ganz gute Idee….

Selbstverständlich herrscht nun in der EU-Zentrale und bei den anderen EU-Regierungsparteien hellste Aufregung. Dieser ungezogene Griechen-Bengel bringt ja unser ganzes schönes Euro-Zonen-Gebilde in Gefahr. Da erheben wir doch mal rasch den mahnenden Zeigefinger und rufen ihm ein nett gemeintes „Na-na-na – das macht man doch nicht“ zu. Aber wirklich mal Nägel mit Köpfen zu machen und dem griechischen Querulanten die Pistole auf die Brust zu setzen traut sich dann auch keiner…..

Sie sehen, das Spiel geht also eigentlich wie gewohnt weiter und ein Ende ist vorerst nicht abzusehen – aber die Endlösung in Form einer massiven Inflationierung der Schuldenberge hat ja auch schon längst begonnen…..

Der Goldpreis hat zwar in dieser Woche bereits ein paar Prozent verloren und der gestrige Handelstag an der Kanadischen Börse glich einem Ausverkaufstag wie zu den besten Schnäppchen-Zeiten im Jahr 2008 – aber dennoch ist auffällig, dass seit Anfang der Woche die Handelsvolumina wieder zunehmen und durch die Bank alle Rohstoffunternehmen, egal ob weltweit tätiger profitabler Produzent oder lokaler Ein-Projekt-Explorer um Teufel heraus verramscht werden. Dennoch scheint es Licht am Ende des Tunnels zu geben: Ganz vereinzelt gibt es Unternehmen, die sich nach guten Quartalszahlen oder ausgezeichneten Bohrergebnissen gegen den Trend stabilisieren oder sogar im Wert zulegen können.

In diesem Sinne – wenn die Nacht am finstersten ist kommt auch bald die Morgendämmerung….

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